Steckrübe (Brassica napus subsp. rapifera)
Anbau
Steckrüben werden im Juni direkt in den Boden gesät, der feucht genug sein sollte. Später werden die Pflanzen auf einen Abstand von 40 cm (in der Reihe) vereinzelt. Der Abstand zwischen den Reihen sollte etwa 40 bis 50 cm betragen. Die Keimdauer liegt bei etwa 7-10 Tage. Steckrüben sollten nicht zu tief gesät werden (0,5 bis 1 cm), da die Rüben sonst klein bleiben und eine weniger schöne Form ausbilden. Für die Düngnung reicht eine kleine Gabe Kompost völlig aus, da Steckrüben eher zu den Mittelstarkzehrern zählen. Zuviel Stickstoff führt zu übermäßigem Blattwachstum und schwachen Knollen, die schneller hohl werden und faulen. Ab Anfang Oktober können Sie Steckrüben ernten. Zum Lagern sollten die Rüben allerdings erst im November geerntet werden, wenn sie ausgereift sind. In Regionen mit frühen und starken Frösten muss früher geernter werden. Steckrüben vertragen zwar etwas Frost (er macht die Rüben noch süßer), länger anhaltende Fröste unterhalb - 8 °C überleben sie jedoch nicht.

Inhaltsstoffe
Die gelbe Farbe der Steckrübe beruht auf dem Gehalt an Carotinen. Ihr ernährungsphysiologisch hoch einzuschätzender Wert liegt vor allem an dem hohen Gehalt an Zucker, vor allem Traubenzucker; außerdem enthält die Rübe Eiweiß, Fett, schwefelhaltige ätherische Öle, wichtige Mineralstoffe, Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2, C und Nikotinsäureamid. Auf Grund ihres sehr hohen Wassergehalts ist die Steckrübe eines unserer kalorienärmsten Wurzelgemüse.
Verarbeitung
Steckrüben werden üblicherweise als Warmgemüse verzehrt. Hierzu werden die Rüben gewaschen, dick geschält, geraspelt, in Stifte zerschnitten, in wenig Fett gedünstet oder 40-45 Minuten in Brühe gekocht. Steckrüben ergeben, mit Muskatnuss gewürzt, eine köstliche Beilage zu Fleischgerichten.
Lagerung/Konservierung
Aus geschmacklichen Gründen sollte man Steckrüben nicht zu lange lagern. Im Gemüsefach des Kühlschranks sind Steckrüben bis zu 10 Tagen haltbar.
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